Online-Diskussion

Montag, 28. April 2025 18.00 – 18.45 Uhr In meinem Kalender speichern

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Nachgefragt - Gespräche mit unseren Auslandbüros

Polen zwischen Re-Demokratisierung und Wahlen

Am 18. Mai wählen die Pol*innen ein neues Staatsoberhaupt. Ein Sieg im ersten Wahlgang gilt für alle Kandidierenden als ausgeschlossen. Die aussichtsreichen Kandidaten sind der als Favorit geltender von der regierenden Partei aufgestellter Rafał Trzaskowski (KO) und Karol Nawrocki, der von der PiS-Partei unterstützt wird, und der Kandidat der Rechtsaußenpartei Konföderation Sławomir Mentzen (Konfederacja). Eine Stichwahl soll am 1. Juni stattfinden. 

Wie schon 2023 geht es um alles: Die Regierung unter Donald Tusk braucht den Wahlsieg, um Reformen durchzusetzen, während die PiS mit Nawrocki weiterhin auf das Vetorecht setzt, um eigene Errungenschaften zu sichern. Aktuell blockieren sich Regierung und Präsident gegenseitig – die erhoffte Re-Demokratisierung nach den Parlamentswahlen stockt, insbesondere die Rücknahme der umstrittenen Justizreformen unter der PiS-Regierung. Gesetzesvorhaben, etwa zur Entkriminalisierung der Hilfe bei Abtreibungen, scheitern aber auch an politischen Machtkämpfen in der Regierungskoalition. 

Über die Wahl, ihre Bedeutung und die Stimmung in der polnischen Gesellschaft sprechen wir mit Joanna Maria Stolarek, Leiterin des Warschauer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe ‚Nachgefragt - Gespräche mit unseren Auslandbüros‘ im Heinrich-Böll-Stiftungsverbund. In dem Format treffen wir uns in regelmäßigen Abständen mit den Leitungen (oder Mitarbeitenden) der Auslandbüros der Heinrich-Böll-Stiftung, um mit Ihnen auf aktuelle Entwicklungen im jeweiligen Land zu blicken. Als Expert*innen vor Ort ordnen sie die aktuellen Geschehnisse ein und sprechen mit uns darüber, warum die Ereignisse auch für uns von Bedeutung sind. 

Wir wollen fragen, wie es um die Welt steht, in der die Demokratie immer stärker unter Druck gerät und der Autoritarismus Aufwind erfährt, aber auch welche Kräfte Zivilgesellschaften entwickeln können. Dabei wollen wir nicht zuletzt diskutieren, was das für uns und Europa bedeutet. 

In 30-60 Minuten bietet das Format einen Einstieg in das Thema und ist der ideale Begleiter für die Mittags- oder Kaffeepause oder in den frühen Feierabend hinein.

 

Die Veranstaltung wird auf YouTube live gestreamt. 

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter*in
Landesstiftung Sachsen-Anhalt
Sprache
Deutsch
Livestream
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