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Online-Filmvorführung

Freitag, 26. März 2021 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Online-Filmvorführung

Revolution: Wer stört die Ordnung?

Über diese Veranstaltung gibt es einen Rückblick mit Videomitschnitt

Lesung / Film / Diskussion

Die Autorin Cornelia Naumann liest Briefe aus dem Gefängnis und aus ihrem Roman “Der Abend kommt so schnell” über das Leben der vergessenen Münchner Revolutionärin Sarah Sonja Lerch. Im Anschluss diskutiert sie mit der Filmemacherin Uli Bez, deren Film "Es geht durch die Welt ein Geflüster" die Geschichte der bayerischen Revolution  und Republik 1918/19 aus der Sicht von ZeitzeugInnen erzählt. Anhand ausgewählter Einspieler aus dem Film beleuchten Naumann und Bez die Mitwirkung von Frauen in der Revolution und gehen der Frage nach:  Welche Bedeutung hat das Rätemodell für die heutige Zeit? Mit anschließendem Publikumsgespräch.

Moderation: Bahar Auer, Geschäftsführerin KulturBunt Neuperlach e.V.

Ablauf:

19:00 Begrüßung Bahar Auer/KulturBunt Neuperlach
19:05 Lesung von Cornelia Naumann 
19:30  Publikumsgespräch mit Uli Bez und Cornelia Naumann

 

Die Live-Online-Veranstaltung findet im Kulturhaus Neuperlach statt und ist kostenlos ohne Voranmeldung über die KulturBunt-Kanäle auf facebook und YouTube zugänglich:

https://www.facebook.com/KulturBuntNeuperlach/

https://www.youtube.com/channel/UChFva5iBIvy3eaVs3lYVsAg

Den Film "Es geht durch die Welt ein Geflüster" von Uli Bez gibt es bereits im Vorfeld auf YouTube zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=iUIvMQImOC4

Die Ausstellung "„Sarah Sonja Lerch – Münchens vergessene Revolutionärin“ von Cornelia Naumann und Günther Gerstenberg kann nach Anmeldung im Kulturhaus besichtigt werden. Weitere Infos unter www.kulturbunt-neuperlach.de , hier finden Sie ein Video von Kulturbunt Neuperlach über die Ausstellung

                                                                                                  
Filmbeschreibung:
ES GEHT DURCH DIE WELT EIN GEFLÜSTER

7. November 1918. Revolutionäre Nacht in München. Nach einer Großdemo führt Kurt Eisner die Menschenmenge zu den Kasernen. Die kriegsmüden Soldaten laufen sofort über. Der König samt Entourage flieht. Ohne Blutvergießen wird der Freistaat Baiern geboren. In der Folge kämpfen revolutionäre und reaktionäre Kräfte mit allen Mitteln um die Macht. Eisner wird ermordet. Zwei Räterepubliken sind von nur kurzer Dauer. Die junge Demokratie ist verletzlich und scheitert, wird blutig niedergeschlagen. Es geht durch die Welt ein Geflüster entstand 1988 und verwebt zeitgeschichtliche Filmdokumente und Interviews. Zu Wort kommen die damals bereits hochbetagten Zeitzeug*innen aus dem anarchistischen, kommunistischen, sozialistischen und anarcho-syndikalistischen Spektrum wie Benno Scharmanski, Centa Herker, Hugo Jakusch, Sophie Radischnigg, Minna Dittenheber, Emil Meier und Peter Lichtinger. Sie sind Kinder und Jugendliche aus dem sozialdemokratischen Arbeitermilieu, die die Revolution aus der Nähe erlebt haben, mir ihr sympathisierten oder mitgekämpften. Während der Nazidiktatur wurden sie verfolgt, ins KZ gesperrt und gefoltert.
Im Film werden die Errungenschaften der Revolution ebenso thematisiert wie ihr Scheitern. Dazu gehören die Verwerfungen innerhalb der Linken wie auch die Heldinnen der Frauenbewegung; zuvorderst das Lesbenpaar Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, die Revolutionärinnen Hilde Kramer, Zenzl Mühsam, Sarah Sonja Lerch und Hedwig Kämpfer, einzige Richterin im Revolutionstribunal.
Für diejenigen, die heute für eine gerechte Gesellschaft kämpfen wirft "Es geht durch die Welt ein Geflüster" brisante politische Fragen auf: Welche Utopien brauchen wir heute? Was tun, wenn die Freiheit auf der Straße liegt? In welcher Welt wollen wir leben?                

Buch & Regie: Uli Bez D 1989/Neufassung 2019 75 Min./DVD mit Bonusmaterila 80 Min.
Kamera: Petra Gerschner Ton: Michael Backmund Recherchekollektiv: Ulrike Bez Petra Gerschner Michael Backmund
Produktion: Peider A. Defilla/B.O.A. und Ulrike Bez
www.esgehtdurchdiewelteingefluester.de

Die Interviews mit den Zeitzeug*innen sind 1988 in kollektiver Zusammenarbeit von Ulrike Bez, Petra Gerschner und Michael Backmund entstanden, um die Berichte und Erfahrungen der wenigen noch lebenden Augenzeug*innen zu bewahren und weiterzugeben.
Als filmische Dokumente sind die Interviews in voller Länge im Lernforum des NS-Dokumentationszentrum München zu sehen.

Adresse
▶ Online-Veranstaltung
Veranstalter/in
Petra-Kelly-Stiftung
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Eintritt frei