Unser jährlicher Ladies* Lunch

Seit 2002 organisieren wir im Sommer einen Ladies* Lunch, um die aktuellsten Themen der Geschlechterpolitik in einem Raum voller Frauen zu diskutieren. Stöbern Sie in unserem Archiv, um die Dokumentationen zu lesen und zu hören.

Lesedauer: 19 Minuten
Ladies Lunch 2018, ein voller Saal

Ladies* Lunch 2023: Wo sind die Frauen* in den Medien?

Warum unsere Medienlandschaft diverser werden muss.

Unser Ladies* Lunch ist nach langer Coronapause endlich zurück. Der Ladies* Lunch ist ein informatives gemeinsames Essen, bei dem sich Frauen* zu aktuellen feministischen Themen austauschen und vernetzen können. Dieses Jahr haben wir die Journalistin und Autorin Kathrin Werner zu Gast. Mit ihr widmen wir uns in diesem Jahr der Frage: Wo sind die Frauen in den Medien?

Frauen* machen die Hälfte der Gesellschaft aus, doch medial treten sie weit weniger in Erscheinung als ihre männlichen Kollegen. Eine Studie der Neuen deutschen Medienmacher*innen e.V. hat gezeigt, dass zwar immerhin 48% der Moderator*innen im Fernsehen weiblich sind, aber nur 21% der befragten Expert*innen dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen sind.

Auch im Hintergrund, den Redaktionen von Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten, Onlinemedien und Lokalredaktionen, sind Frauen insbesondere auf Führungsetagen weit abgeschlagen. Eine Studie von Pro Quote belegt, dass nur 35 von 100 Onlineredaktionen von Frauen geleitet werden und nur neun von 97 ausgewerteten Lokalredaktionen eine Chefredakteurin haben. In den Führungsetagen der Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten tut sich in Hinblick auf mehr Geschlechtergerechtigkeit ebenfalls nur langsam etwas (Süddeutsche Zeitung).

Auf welche Hürden stoßen Frauen* in der Medienbranche? Was hat sich in den letzten Jahren bereits verändert und wo können wir ansetzen, um mehr Diversität in den Medien zu erlangen?

Darüber sprechen wir mit Kathrin Werner, die sich als Gründerin des Frauenwirtschaftsmagazins Plan W der Süddeutschen Zeitung intensiv mit diesen Fragen auseinandersetzt. Sanne Kurz, Mitglied des Bayerischen Landtages für Bündnis 90/Die Grünen und kulturpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion, ist ebenfalls vor Ort und wird den Ladies* Lunch eröffnen.

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Ihnen, Kathrin Werner und Sanne Kurz. Wir laden Sie herzlich ein, bei Getränken und veganem Essen mit anderen Teilnehmer*innen ins Gespräch zu kommen und Ihr Netzwerk zu erweitern.

Ladies* Lunch 2019: Feministische Außenpolitik

Wieso Aktivismus und Diplomatie Hand in Hand gehen müssen

Schweden macht’s. Kanada probiert sich. Und Deutschland geht auch erste Schritte: Feministische Außenpolitik ist seit kurzer Zeit in aller Munde. Doch was genau bedeutet es eigentlich, Außen- und Sicherheitspolitik feministisch zu denken? Reicht es, Frauen an den Verhandlungstisch zu bekommen?

Darüber haben wir mit Kristina Lunz (Mitbegründerin und Deutschlanddirektorin des Centre for Feminist Foreign Policy) und Margarete Bause (Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, Ausschuss für Menschenrechte) gesprochen.

Begrüßung: Sigi Hagl Landesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen

Hier finden Sie die Tonaufnahme der Veranstaltung und hier weitere Informationen über feministische Außenpolitik:

Hier noch die Links zu genannten Organisationen während des Gesprächs:

Bündnis 1325: t1p.de/rys1

centreforfeministforeignpolicy.org/

WILPF: www.wilpf.de/

RCW: www.reachingcriticalwill.org/

ICAN: www.icanw.de/

OXFAM: www.oxfam.de/‎


Ladies* Lunch 2018: 100 Jahre Frauenwahlrecht: Was hat's gebracht?

In diesem Jahr feiert Deutschland das 100. Jubiläum des Frauenwahlrechts. Aber die Bilanz ist durchwachsen. Sicherlich haben Frauen durch ihre parlamentarische Arbeit einiges erreicht: Die Verankerung der Gleichheit von Frau und Mann im Grundgesetz, die Abschaffung diskriminierender Ehegesetze, zuletzt die Einführung des Grundsatzes "Nein heißt Nein" in der Definition von sexualisierter Gewalt. Andererseits trägt die parlamentarische Demokratie aber weiterhin den Stempel des Männlichen. Im neuen Bundestag ist der Frauenanteil wieder gesunken, wenn auch nicht in allen Parteien. Und erst recht auf kommunaler oder Landesebene sieht es schlecht aus. Der Kampf für die demokratische Beteiligung von Frauen an der Gestaltung des Zusammenlebens war immer schon mehr als bloße "Gleichstellung", er ist verknüpft mit dem Wunsch, Politik anders zu machen. Das 100. Jubiläum ist ein guter Anlass, sich darauf wieder zu besinnen. Bilanz zu ziehen darüber, was gelungen ist, aber auch darüber, was eben nicht gelungen ist. Und wieder darüber nachzudenken, wie Frauen in der Politik nicht nur "Mitmachen", sondern Dinge grundsätzlich verändern können.

Eine Tonaufnahme des Vortrages von Dr. Antje Schrupp finden Sie unter unserem Soundcloud-Kanal:

Referentinnen:

Dr. Antje Schrupp

Politologin,  freie Journalistin, Bloggerin, Publizistin (Vita)

Begrüßung: Katharina Schulze, MdL

Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag


Ladies* Lunch 2016: Frauen und Arbeit

Modelle für mehr Gerechtigkeit

Die Berufstätigkeit von Frauen und Männern unterscheidet sich nach wie vor deutlich. Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger und stellen den Großteil der geringfügig Beschäftigten. In Führungspositionen und auf Vollzeitstellen dominieren nach wie vor Männer. 

  • Welche Arbeitszeitmodelle und Arbeitsformen sorgen für mehr Gerechtigkeit für alle? 
  • Welche Chancen bieten Selbstständigkeit, die sogenannte „Kleine Vollzeit“ oder Lebensarbeitszeitkonten?

Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit Ihnen und unseren Expertinnen Dr. Verena Di Pasquale und Dr. Sina Brübach-Schlickum!

Referentinnen:

  • Dr. Verena Di Pasquale, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Bayern 
  • Dr. Sina Brübach-Schlickum, Gründerin und Geschäftsführerin des Combinat 56 - Coworking Space, München
  • Begrüßung: Sigi Hagl, Landesvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Bayern
  • Moderation: Silke Rapp

Ladies* Lunch 2015: Exotinnen, Quotenfrauen, Alphamädchen? Frauen in politischen Parteien

Frauen sind in den deutschen Parteien unterrepräsentiert. Zwar ist der Anteil von Frauen bei den Grünen oder der Linken höher als bei der CDU/CSU – aber in der Überzahl sind die Frauen in keiner der größeren Parteien. Der Frauenanteil in der CSU stagniert seit Jahrzehnten unter 20 Prozent und die Linke hat in den letzten Jahren fast 10 Prozent ihrer weiblichen Mitglieder verloren.

Was gibt den Ausschlag dafür, dass sich Frauen engagieren und was bewegt sie zum Bleiben? Werden Frauen vergrault oder haben sie keine Lust und Zeit für Parteipolitik?

Die (gekürzte) Präsentation von Dr. Jasmin Siri können sie hier herunterladen.

 

Begrüßung: Sigi Hagl, Landesvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Bayern

Moderation: Silke Rapp

Mit: Dr. Jasmin Siri, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der LMU München. Ihre Schwerpunkte sind politische Soziologie und Parteienforschung, Organisation und Gesellschaftstheorie. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist der Zusammenhang von Gender und Politik. Aktuell forscht sie u.a. zur Einführung der Frauenquote in der CSU und dem geschlechterpolitischen Profil der AfD.


Ladies* Lunch 2014: Frauen an Hochschulen – mittendrin?

Karrierewege und Gender Studies



Der Anteil der Professorinnen hat sich in den letzten Jahren zwar erhöht, aber dennoch ist nur jede fünfte Professur mit einer Frau besetzt. Und das, obwohl sich mittlerweile ebenso viele Mädchen wie Jungen für ein Hochschulstudium entscheiden. Aber je weiter es in den Hochschulen auf der Karriereleiter nach oben geht, desto geringer wird der Frauenanteil.

Seit einigen Jahren gibt es außerdem zahlreiche Studiengänge Gender Studies – sie fragen nach der Bedeutung des Ge­schlechts für Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft.

Gemeinsam mit den eingeladenen Expertinnen und Ihnen wollen wir diskutieren, welche Stellung Frauen mittlerweile in der deutschen Hochschullandschaft einnehmen und welche Ent­wicklungen es dort für mehr Gleichstellung braucht. Weiter interessiert uns, welchen Einfluss die Gender Studies haben. Wirken Sie über den eigenen Fachbereich hinaus?

Mit:

Prof. Dr. Merith Niehuss

Präsidentin der Universität der Bundeswehr München



Prof. Dr. Paula-Irene Villa

Lehrstuhl für Soziologie/Gender Studies  an der Ludwig-Maximilians-Universität München



Begrüßung:

Sigi Hagl

Landesvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Bayern

Moderation: Silke Rapp

Der Anteil der Professorinnen hat sich in den letzten Jahren zwar erhöht, aber dennoch ist nur jede fünfte Professur mit einer Frau besetzt. Und das, obwohl sich mittlerweile ebenso viele Mädchen wie Jungen für ein Hochschulstudium entscheiden. Aber je weiter es in den Hochschulen auf der Karriereleiter nach oben geht, desto geringer wird der Frauenanteil.

Seit einigen Jahren gibt es außerdem zahlreiche Studiengänge Gender Studies – sie fragen nach der Bedeutung des Ge­schlechts für Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft.

Welche Stellung nehmen Frauen mittlerweile in der deutschen Hochschullandschaft ein? Welche Ent­wicklungen braucht es dort für mehr Gleichstellung? Welchen Einfluss haben die Gender Studies haben? Wirken Sie über den eigenen Fachbereich hinaus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres diesjährigen "Ladies Lunch".

Merith Niehus gab einen Überblick über die Rolle der Frauen in Deutschland seit Beginn des vorigen Jahrhunderts. So durften Frauen ab 1908 studieren, was sie überwiegend im Fach Medizin taten, 1922 gab es dann auch die erste Richterin – es ging aufwärts.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Frauen zwar vordergründig hoch angesehen - allerdings nur in ihrer "Rolle" als Mütter und Ehefrauen. Direktorinnen an Schulen und Richterinnen etwa verloren ihre Positionen, Ärztinnen auch, sie wurden erst wieder nach Ausbruch des Krieges wieder "gebraucht".

Nach 1945 hatte ein eher fortschrittliches Klientel das Land verlassen und kam auch nicht zurück, damit hatte Deutschland ein modernisierendes Akademikerklientel verloren; die Frauenideale der Nazis blieben erhalten. In der öffentlichen Meinung waren Kinder erwünscht, aber als "Teil" der Frauen:  "Eine Frau arbeitet nur dann, wenn ihr Mann nicht genügend Geld verdient." und "Meine Mutter muss nicht arbeiten." waren typische Sätze der Zeit.

Erst Mitte / Ende der 60er Jahre übernahm dann eine neue Generation jüngerer, andersdenkender Frauen die Modernisierung des Frauenbilds. Auch brauchte die Industrie ab Mitte der 60er Jahre Arbeitskräfte. Nachdem zunächst "Gastarbeiter" geholt worden waren, "erfand" man die Teilzeitarbeit. Damit sollten die freien Arbeitsplätze gefüllt werden, wobei die Frauen gleichzeitig weiterhin Mütter sein konnten. Zeitgleich gingen immer mehr Mädchen länger zur Schule, machten höhere Bildungsabschlüsse und wollten dann nicht mehr zur Hausfrau und Mutter degradiert werden.

In der DDR verlief die Entwicklung anders: Betreuung auch für kleine Kinder war Staatsaufgabe, da auch die Frauen als Arbeitskräfte gebraucht wurden. Im Westen entstand ebenfalls der Wunsch, sich zumindest zwischen Berufs- und hausfrauenrolle entscheiden zu können, aber dazu fehlte es lange Zeit an Betreuungseinrichtungen. Diese entstanden in akzeptabler Zahl erst in den vergangenen 10 bis 15 Jahren. Heute sind flächendeckende Ganztagsschulen nötig, um den Frauen eine wirkliche Wahl zu lassen.

Interessantes Detail: Akademikerinnen sind die Frauen, die durchschnittlich die wenigsten Kinder haben. Bei den Männer ist es gerade umgekehrt: Die Akademiker haben die meisten Kindern.

Paula-Irene Villa erklärte den Fachbereich „Gender Studies“. Dort sind folgende Themen von genereller Bedeutung: Wie wird Geschlecht gemacht (von wem, wo, wann und wozu), was meint Geschlechterdifferenz, niemand ist nur ein Geschlecht. Je nach Disziplin werden Gender Studies unterschiedlich gerahmt, verstanden, genutzt, gesehen...

Von den insgesamt 38.564 Professuren in Deutschland (2010) kamen 150 (114 an Universitäten und 36 an Fachhochschulen) aus dem Gender Studies-Bereich, davon waren 26 im Fachbereich Soziologie angesiedelt. Gender Studies sind kein akademischer Arm des Feminismus oder der Frauenforschung!

 

An der sich anschließenden regen Diskussion beteiligten sich die anwesenden Frauen sehr kompetent. In vielen Beiträgen ging es um die Situation der Frauen in der Wissenschaft, um die - fehlenden – Netzwerke, um den Sexismus an Hochschulen, die Fördermöglichkeiten, die Problematik der befristeten Verträge, die Altersgrenzen bei Befristungen.


Ladies* Lunch 2013: Mehr Zeit für alle

Viele Frauen würden gerne mehr arbeiten, viele Männer - vor allem Väter- würden gerne weniger arbeiten. Aber das vorherrschende Modell von Vollzeit und Teilzeit wird beiden nicht gerecht. Zumal sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch mehr Flexibilität wünschen: Die Arbeitszeit für einige Monate reduzieren, dann wieder mehr arbeiten oder auch eine mehrmonatige Auszeit.

Jutta Allmendinger, eine der einflussreichsten Soziologinnen Deutschlands hat es nun auf den Punkt gebracht: "32 Stunden sind genug!"

Sie plädiert für eine Umverteilung von Arbeit hin zu einer sogenannten "kleinen Vollzeit". Über die gesamte Dauer der Erwerbstätigkeit sollen die Einzelnen auf eine Wochenarbeitszeit von 32 Stunden kommen.

Prof. Jutta Allmendinger stellt im Gespräch mit Margarete Bause, der Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen, ihre Idee der kleinen Vollzeit vor. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir diskutieren, wie diese grundsätzliche Änderung der deutschen Arbeitskultur vonstatten gehen kann.

Mit:

Prof. Jutta Allmendinger Ph.D.

Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung

Margarete Bause

Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen für die Landtagswahl

Begrüßung

Theresa Schopper, MdL

Bayerische Landesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen


 

Ladies* Lunch 2012: Feminismus 2.0 – Frauen-  und Geschlechterpolitik im Internet

Frauen nutzen das Internet für sich: Sie schreiben in eigenen Blogs, diskutieren in Foren und nutzen das Internet als Plattform für schnelle, öffentlichkeitswirksame Aktionen. Bei  feministischen  Webblogs wie z.B. maedchenmannschaft.net  finden sich innerhalb kurzer Zeit hunderte Kommentare zu geschlechter- und gesellschaftspolitischen Themen. Trotzdem ist das Internet kein Paralleluniversum. Ähnlich wie in der realen Welt sind Macht und Einfluss zwischen den Geschlechtern ungerecht verteilt. Die meiste Aufmerksamkeit erhalten auch im Internet männliche Blogger, obwohl die Frauen beim Bloggen in der Überzahl sind. Feministische Autorinnen im Internet sind immer wieder mit heftigen sexistischen Angriffen konfrontiert.

Wie verändert sich die politische Diskussion durch das Internet?

Welche Chancen ergeben sich für die Frauen- und Geschlechterpolitik durch Blogs und andere digitale Aktionsformen?

Mit:

Susanne Klingner, freie Journalistin (Süddeutsche Zeitung, Der Freitag, taz), Autorin von „Wir Alphamädchen“, Gründerin der feministischen Weblogs maedchenmannschaft.net und fraulila.de – ihr persönliches Blog ist: Haltung statt Posen

Begrüßung:

Theresa Schopper, MdL

Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern

 


Ladies* Lunch 2011: Frauen in der Komfortzone?

Bascha Mika diskutiert in ihrem neuen Buch „Die Feigheit der Frauen“, warum kluge, gut ausgebildete Frauen viele Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben verspielen. Ihre Thesen: Frauen stehen sich selbst im Wege, stolpern in Rollenfallen und werden zu Komplizinnen ihrer eigenen Selbstentwertung. Sie ermutigt zu selbstbewussten und unabhängigen Entscheidungen und Liebe auf Augenhöhe.

Wir laden sie herzlich ein, Bascha Mikas kontroverse Thesen auf den Prüfstand zu stellen.

  • Sind es tatsächlich die Frauen selbst und weniger die Strukturen, die Frauen von Karriere und Selbstverwirklichung abhalten?
  • Wo liegen die biographischen Sollbruchstellen, an denen wichtige Entscheidungen für oder gegen ein selbstbestimmtes Leben getroffen werden?
  • Sind Frauen heute nur rhetorisch gleichberechtigt, sehnen sich aber eigentlich doch nach einem Halbtagsjob und der traditionellen Versorgerehe?

Mit:

Bascha Mika

1998 bis 2009 Chefredakteurin der überregionalen tageszeitung, Honorarprofessorin an der Universität der Künste Berlin und freie Publizistin, Autorin von „Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug.“

Begrüßung:

Theresa Schopper

Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern

Moderation:

Silke Rapp


Ladies* Lunch 2010: „Ladies first!“ - Frauen in der Politik

Seit knapp fünf Jahren ist Angela Merkel deutsche Regierungschefin. Viel ist seitdem zu hören und zu lesen von einem neuen, weiblicheren Politikstil, der mehr auf Kommunikation als Konfrontation setzt. Auch bei den konservativen Parteien ist es mittlerweile üblich, Frauen bei der Verteilung von einflussreichen Posten zu berücksichtigen und die Frauenunion fordert inzwischen eine Quote.

  • Hat sich daher durch die erste Frau im Bundeskanzleramt die Situation für Frauen in der Politik generell verändert?
  • Verlaufen Karrieren von Frauen in der Politik heute anders als vor zehn Jahren?
  • Was ist dran am weiblichen Politikstil?

Mit:

Dr. Isabelle Kürschner

Politikwissenschaftlerin, Autorin von:
„Den Männern überlassen wir’s nicht! Erfolgreiche Frauen in der CSU“

Ekin Deligöz

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Begrüßung:

Theresa Schopper

Landesvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Bayern

Moderation:

Silke Rapp


Ladies* Lunch 2009: Frauen und die Finanzkrise

Finanzmärkte scheinen das ideale Spielfeld für Männer zu sein, die dort für hohe Profite große Risiken eingehen.

In Krisenzeiten werden dagegen die Frauen benachteiligt: Mit Konjunkturprogrammen werden vor allem männerdominierte Branchen gestützt. Und mit den häuslichen Finanzkrisen müssen meistens Frauen zurechtkommen, die zudem oft die Kürzungen im Sozialbereich aufzufangen haben.

Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Frauen in Unternehmen und an Finanzmärkten besser und nachhaltiger mit Geld umgehen. Aber ist es ein wirklich nur ein Managementproblem?

Silke Ötsch beleuchtete das Thema "Frauen und Finanzkrise" aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ihren Vortrag können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen.

Im Verlauf der Debatte ergab sich auch die Frage nach den finanziellen Auswirkungen des sogenannten "Cross-Border-Leasing" und hier insbesondere, inwieweit die Landeshauptstadt München dieses Instrument genutzt hat. Informationen hierzu finden Sie im öffentlich zugänglichen Ratsinformationssystem. Wenn Sie die Suchfunktion des Systems nutzen und "Cross-Border-Leasing" eingeben, finden Sie die entsprechenden Informationen.

Referentin: Dr. Silke Ötsch

AG Finanzmärkte und Steuern und wissenschaftlicher Beirat von Attac Deutschland


Ladies* Lunch 2008: Junge Frauen auf dem Sprung

Die jungen Frauen von heute sind unabhängig, zielstrebig und selbstbewusst, so die Ergebnisse der Studie "Frauen auf dem Sprung".

Im Auftrag der Zeitschrift BRIGITTE haben das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und das Sozialforschungsinstitut infas mehr als 1000 Frauen zwischen 17 und 19 sowie zwischen 27 und 29 befragt. Frauen also, die sich auf den Weg machen in die Ausbildung, ins Studium, in den Beruf, die sich aber auch entscheiden müssen, ob sie eine Familie gründen wollen.

Bildung, Männer, Kinder, Karriere - wie stehen junge Frauen zu diesen Themen?

Was sind ihre Wünsche, ihre Ziele und was ihre Ängste?

Werden sie verwirklichen können, was sie sich heute vornehmen?

Referentin: Doris Hess

Bereichsleiterin Sozialforschung infas - Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH Mitverfasserin der Brigitte-Studie "Frauen auf dem Sprung"


Ladies* Lunch 2007: Frauen und Kunst

Arm aber sexy. Das Bonmot vom Berliner Oberbürgermeister Klaus Wowereit über Berlin beschreibt auch treffend die Situation von Künstlerinnen in Deutschland. Viele werden bewundert und um ihre künstlerischen Berufe beneidet. Dabei leben Künstlerinnen in Deutschland im Schnitt von 11.000 Euro – im Jahr! Berühmte Malerinnen oder Bestsellerautorinnen, die gut an ihrer Kunst verdienen, sind nur ein kleiner Teil der Kunstschaffenden in Deutschland. Die meisten können nicht allein von ihrer Kreativität leben, sondern sind auf weitere Einkommen angewiesen.

Wovon leben Künstlerinnen in Deutschland und wie sieht ihr Alltag aus? Wie unterscheidet sich die finanzielle und die Arbeitssituation von Männern und Frauen? Unterstützt die öffentliche Hand durch Kulturförderung und Preise Künstlerinnen in gleichem Maße wie Künstler?

Mit:

Caroline Dangel

Verfasserin der Studie „Selbstständige Künstlerinnen und Künstler in Deutschland – zwischen brotloser Kunst und freiem Unternehmertum“

Begrüßung:

Theresa Schopper

Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern

Moderation:

Silke Rapp


Ladies* Lunch 2006: Neue Familienpolitik?

Die Familienpolitik ist seit Monaten eines der Top-Themen in den Medien und der politischen Debatte. Ausgelöst durch Zukunfts-Szenarien wie „Die Deutschen sterben aus“ oder „Kinderlosen Städten“ wird nach Lösungen gesucht, wie in Deutschland Familienleben an Attraktivität gewinnt und wieder mehr Kinder geboren werden könnten.

Die große Koalition hat mit dem Elterngeld, das ab 2007 ausgezahlt werden soll, reagiert. Aber wie wird das Elterngeld mit seinen zwei „Vätermonaten“ wirken? Wird damit tatsächlich die Neuverteilung der Kinderbetreuung zwischen Männern und Frauen eingeläutet oder ist das Elterngeld - in der Tradition von Kinder- und Erziehungsgeld - eine Geldzahlung mehr an Familien, von der allerdings vor allem besser Verdienende profitieren?

Ist die aktuelle Debatte um Familienpolitik vor dem Hintergrund des demografischen Wandels tatsächlich der Aufbruch in eine modernere Gesellschaftspolitik oder doch nur alter Wein in neuen Schläuchen? Was für ein Familienbild wird von Medien und Politik gezeichnet und was hat das mit dem Leben von Frauen, Männern und Kindern in Deutschland zu tun?

Mit:

Prof. Dr. Elisabeth Beck-Gernsheim

Soziologin und Autorin von  „Was kommt nach der Familie? Einblicke in neue Lebensformen“ und "Die Kinderfrage heute. Über Frauenleben, Kinderwunsch und Geburtenrückgang" (erscheint im Herbst).

Begrüßung:

Theresa Schopper

Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern

Moderation:

Silke Rapp

 


Ladies* Lunch 2005: Die Kunst des Netzwerkens

Obwohl längst bekannt ist, dass ein gutes Netzwerk eine wichtige Voraussetzung für beruflichen Erfolg ist, sind Frauen zurückhaltend, Kontakte gezielt herzustellen, zu pflegen und zu nutzen. Sie möchten ihren Erfolg nicht auf Hinterzimmer-Seilschaften oder Vitamin-B bauen, sondern in erster Linie für ihre Leistung honoriert werden. Nicht zuletzt deshalb fällt es vielen Frauen schwer, ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten ins Rampenlicht zu stellen.

Dabei sind Frauen begnadete Netzwerkerinnen, wenn es darum geht, Kinderbetreuung oder Familienfeste zu organisieren. Aber für Beruf und Karriere entdecken Frauen das Netzwerken erst allmählich und sind oft erstaunt wie gut ihre privaten Netzwerktechniken auch beruflich einsetzbar sind.

Worin besteht die Kunst des Netzwerkens? Wie können Frauen sich ein gutes Netzwerk aufbauen und dabei sichtbar machen, was sie können und anzubieten haben? Gibt es Unterschiede zwischen Frauen- und Männer-Netzwerken?

Mit:

Isabel Nitzsche

Networking-Expertin und Autorin von „Abenteuer Karriere - Ein Survival Guide für Frauen“

Begrüßung:

Theresa Schopper

Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern

Moderation: Silke Rapp


Ladies* Lunch 2004: Rabenmütter

Was ist eine „gute“ Mutter?  Eine, die immer und jederzeit für das Kind da ist, die ihre persönlichen Bedürfnisse zurück stellt?

Muss Frau eine Entscheidung treffen zwischen Kind und Karriere?

Wieso tun wir uns immer noch so schwer, beides miteinander verknüpfen zu können, nachdem es eigentlich doch heute leichter fallen sollte, Familie und Beruf miteinander zu verbinden.

Trägt die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Lebensmustern frei wählen zu können dazu bei, die Anforderungen an die „gute“ Mutter zu erhöhen? Mit welcher Art Mutterideologie haben wir es gerade in Deutschland zu tun? Und warum ist das so?

Sind Frauen, die mit Kindern leben, diese aber nicht permanent in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen wollen und z.B. auf ihren Beruf nicht verzichten möchten   Rabenmütter??

Mit:

Herrad Schenk

Sozialpsychologin, Autorin des Buches
„Wieviel Mutter braucht der Mensch? Der Mythos von der guten Mutter“

Begrüßung:

Theresa Schopper

Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern

Moderation: Silke Rapp


Ladies* Lunch 2003: Frauen und Karriere

Prallen da etwa zwei Welten aufeinander?

Mit einem Frauenanteil von elf Prozent in Leitungspositionen bildet Deutschland das Schlusslicht in Europa. Weil die Frauen es nicht anders wollen? Weil sie „dämlich, faul und unaufrichtig sind“ und Kinder als „Heldennotausgang“ benutzen – wie Barbara Bierach es provozierend behauptet hat? Weil Frauen eigentlich gar keine Karrieren machen wollen?

Liegt es an den Männern, die Frauen nicht als Vorgesetzte ertragen können und unter sich sein wollen in den Führungsetagen?

Oder haben Frauen schlicht nicht die richtigen Strategien, fehlt es an Vernetzung, an Coaching und an jemandem wie Sabine Asgodom, die Menschen lehren möchte „wie sie die Sterne erreichen können“?!

In dieser Veranstaltung soll es um genau diese Fragen gehen. Wir wollen diskutieren, warum die Worte „Frauen“ und „Karriere“ immer noch so oft Gegensätze sind, und Wege und Möglichkeiten aufzeigen, "Frau sein" und "Karriere machen" zu vereinbaren.

Mit:

Sabine Asgodom

Journalistin, Autorin, Management-Trainerin

Barbara Bierach

Wissenschaftsjournalistin, Autorin

Moderation:

Gabriele Friderich

Kommunalreferentin der LH München


Ladies* Lunch 2002: Frauen & Geld

Wie gehen Frauen mit dem Thema Geld um? Welche speziellen Anlage-Bedürfnisse haben Frauen?

Welche Anlageformen gibt es für Frauen? Welche Anforderungen müssen an die Politik gestellt werden?

Welche rechtlichen und politischen Hindernisse gibt es? Wie kann die Situation für Frauen verbessert werden?

Spielen Frauen eine Rolle im Gesetzgebungsverfahren? Werden die Lebenssituationen von Frauen in der Steuergesetzgebung berücksichtigt? Gibt es rechtliche Rahmenbedingungen für die finanzielle Absicherung von Frauen?

In unserer Veranstaltung ging es darum, spezielle finanzielle Bedürfnisse von Frauen zu benennen, rechtliche und politische Hindernisse aufzuzeigen, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten und einen Handlungsdruck zu erzeugen bzw. Handlungsbedarfe zu konkretisieren.

 

Referentinnen

Christine Scheel

Vorsitzende des Finanzausschusses, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

Svea Kuschel

Versicherungs- und Finanzdienstleistungen für Frauen GmbH, München

Moderation: Dagmar Deckstein

Journalistin, Süddeutsche Zeitung, München